Die Dogworld-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit PD Dr.
Udo Gansloßer (Wissenschaft), mit Tiermedizinern und Physiotherapeuten
einen Mindeststandard entwickelt, der zur Errichtung und Betreibung
eines Hundealtersheimes erforderlich erscheint. Einrichtungen, die nach
dem Dogworld-Standard verfahren, genießen perspektivisch eine Reihe
unterstützender Maßnahmen durch die Dogworld-Stiftung und
Partner-Organisationen.
Alte(rnde) Hunde sind erfahrungsgemäß nur schwer oder überhaupt nicht
mehr zu vermitteln, Dadurch ist der Verbleib im Tierheim bis zum
Lebensende meistens vorgezeichnet. Da die wenigsten Tierheime für eine
altersgerechte Versorgung dieser Hunde ausgestattet sind, sollen
perspektivisch möglichst viele Hundesenioren eine Erhöhung der
Lebensqualität in Hundealtersheimen erfahren können. Auch separierte Einrichtungen in bereits bestehenden Tierheimen lassen sich häufig in seniorengerechte Räumlichkeiten umwandeln. Neben besonderen
räumlichen Voraussetzungen sind auch spezielle tierärztliche und
physiotherapeutische Maßnahmen bis hin zu sozialen
Beschäftigungsprogram- men erforderlich und vorgesehen.
Bedürfnisse von Seniorenhunden
Haltung, Ernährung und Pflege stellen an das betreuende Tierpersonal bei Hundesenioren erweiterte Anforderungen. Die Gründe hierfür sind tiermedizinisch und verhaltenswissenschaftlich belegbar:
- mit zunehmendem Alter stellt sich der Stoffwechsel um. Eine entsprechend umgestellte, altersgerechte, mehrmals täglich verabreichte Fütterung wird erforderlich.
- ernährungsphysiologisch muss bei zunehmenden Beschwerden des Kreislaufs, des Stoffwechsels, bei Schwächezuständen und Verdauungsproblemen mit entsprechenden Mitteln und Maßnahmen Unterstützung geleistet werden
-Kondition, Koordination und Konzentrationsfähigkeit lassen nach. Um eine zumindest zufriedenstellende Lebensqualität zu erreichen, sind gezielte physiotherapeutische beziehungsweise revitalisierende Maßnahmen des Bewegungsapparates wichtig (leichtes Muskel- und Fitnesstraining). Ebenso besteht die Notwendigkeit an ausreichenden, trockenen, arthrosegerechten Ruhe- und Liegeflächen
- Hundesenioren haben ein erhöhtes Schlaf- und Ruhebedürfnis. Nur wenige Tierheime können aufgrund enger Belegungsstrukturen diesem grundlegenden Befürfnis räumlich gerecht werden. So stellt beispielsweise ein lärmendes Umfeld ein hohes Pensum an Stress für Hundesenioren dar
- das Bedürnis nach sozialer Betreuung erhält bei Hundesenioren einen besonderen Stellenwert. Damit einhergehend müssen altersgerechte Beschäftigungsmodelle zum Erhalt der mentalen Leistungsfähigkeit gezielt und individuell eingesetzt werden
Keine Lebenserhaltung um jeden Preis
Es geht bei der Umsetzung des Stiftungsprojektes Hundealtersheime keinesfalls um Lebenserhaltung um jeden Preis. Das wäre weder ethisch noch tierschutzrechtlich vertretbar. Sehr wohl aber sollen Hundesenioren, die sich einer guten mentalen Fitness erfreuen, ein Zugewinn an Lebensqualität erzielen können. Warum sollte uns ein Hundesenior verlassen beziehungsweise eingeschläfert werden, wenn der Körper zwar schwach aber der Geist noch willig ist.
Helfen Sie den Hundesenioren mit IhrerSpende
Die Umsetzung des Tierschutzprojektes HUNDEALTERSHEIM kann umfassend nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung realisiert werden. Jede Spende, die im Verwendungszweck "Hundealtersheim" enthält fließt ausschließlich dieser Verwendung zu.